Donauversickerung nun offiziell Geopoint der Unesco

Neue Info-Pavillons und eine App informieren Besucher über dieses geologische Phänomen.

 

Die Donauversickerung im Donaubergland ist jetzt offizieller Geopoint des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Das weltweit einzigartige geologische Phänomen an der Oberen Donau wurde als 38. Geopoint des Geoparks ausgezeichnet. Mit dem neuen Geopoint stärkt der Geopark seinen Bildungsauftrag und bringt Besuchern die geologischen Besonderheiten der Region näher, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
Geopoints sind Orte, die durch ihre geologische Einzigartigkeit und Bedeutung herausragen. Sie veranschaulichen Besuchern die Geschichte der Erd- und Landschaftsentwicklung. Die Donauversickerung ist ein solcher Ort: Sie fasziniert durch ihre Seltenheit und geologische Besonderheit. Das Wasser der Donau versickert an mehreren Stellen in der Region und tritt im rund 12 Kilometer entfernten Aachtopf wieder aus. Der Aachtopf ist die größte Quelle Deutschlands. Von dort fließt das Wasser nicht wie die oberirdische Donau ins Schwarze Meer, sondern über den Rhein in die Nordsee. An fast 200 Tagen im Jahr bleibt das Flussbett der Donau durch die Versickerung trocken. Dieses Phänomen wird sich durch den Klimawandel noch verstärken.
Im Juli 2024 eröffnete die Donaubergland Tourismus GmbH im Rahmen eines Projekts drei neue Info-Pavillons zur Donauversickerung entlang des Donauradwegs in Immendingen, Möhringen und Fridingen. Nun darf sich das Naturphänomen auch Geopoint nennen. Bei der offiziellen Übergabe der Plakette für den 38. Geopoint des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb durch den Vorsitzenden Ulrich Ruckh in Immendingen dankte der Tuttlinger Landrat Stefan Bär allen Beteiligten.
Walter Knittel, Geschäftsführer der Donaubergland GmbH, hob die Bedeutung der Donauversickerung als touristisches Highlight und wichtigen Bestandteil des UNESCO Global Geoparks hervor. „Die Donauversickerung ist nicht nur ein Naturwunder, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal für die Region“, so Knittel.
Landrat Stefan Bär unterstrich die Bedeutung des Projekts für den Landkreis Tuttlingen: „Die Donauversickerung als neuer Geopoint macht die Region noch attraktiver für Touristen und erfüllt gleichzeitig eine wichtige Funktion im Bildungsauftrag des Geoparks.“ Auch die Bürgermeister Manuel Stärk (Immendingen) und Stefan Waizenegger (Fridingen) sowie Ortsvorsteher Andreas Speck (Möhringen) lobten die Zusammenarbeit der Kommunen. „Die regionale Dimension der Donauversickerung soll damit erstmals wirklich sichtbar werden“, sagte Gastgeber Manuel Stärk.
Die drei neuen Info-Pavillons sind mit Informationsstelen und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Die App „Faszination Donauversickerung“ stellt ergänzend interaktive Informationen zur geologischen Einzigartigkeit des Geopoints bereit.